Hintergrund

ISDN-Anschlüsse in Deutschland werden nach und nach durch IP-Anschlüsse ersetzt. Doch warum wird das überhaupt gemacht? Und auf was müssen die Anwender achten?

Seit Anfang der 1990er Jahre ist ISDN die digitale Standardtechnologie im deutschen Telefonnetz. Seit dieser Zeit hat sich auf dem Kommunikationsmarkt enorm viel getan. Internet und Telekommunikation wachsen immer mehr zusammen. Als gemeinsamer Übertragungsstandard wird dabei das Internet-Protokoll, kurz IP, verwendet. Lediglich die Telefonie funktioniert noch nicht überall mit IP-Technik und verwendet noch das nun veraltete ISDN.

Für die Telekom selbst ist der Betrieb von ISDN nur noch eins, nämlich teuer. Denn durch die Aufrechterhaltung von zwei völlig getrennten Netzen für Sprache und Daten sind die Unterhaltungskosten viel zu hoch. Durch Einsatz der IP-Technik können sowohl Telefonie als auch Daten über dieselbe Leitung bereitgestellt werden, was zu erheblichen Einsparungen beim Betrieb der IP-basierten Netzwerktechnik in den Rechenzentren der Telekom und der übrigen Netzanbieter führt.

ISDN Ende

Ist Ihr TK-System fit für All-IP!

Die Deutsche Telekom, als größter Netzbetreiber Deutschlands, treibt den Umstieg auf All-IP verbunden mit der ISDN Abschaltung massiv voran. Mehrere Tausend Anschlüsse werden zur Zeit pro Monat umgestellt. Weitere Netzprovider werden folgen und nur noch IP-basierte Telefonanschlüsse mit den entsprechenden Verträgen anbieten. 

Aus diesem Grund sollte sich jedes Unternehmen rechtzeitig mit dem Umstieg auf All-IP beschäftigen und die derzeitige Telefonanlage hinsichtlich ihrer IP-Tauglichkeit überprüfen und falls notwendig die entsprechenden Modernisierungsschritte einleiten. Andernfalls drohen bei der Umstellung auf IP böse Überraschungen, zumal die Netzprovider die Situation durch Zwangskündigungen zusätzlich verschärfen und die Unternehmen zusätzlich unter Druck setzen, wenn der Kunde sich weigert, auf die neue Technologie umzustellen.

Gegenüberstellung IP-Telefonanlage mit direkter Verbindung an das IP-Netz und herkömmlicher ISDN-Telefonanlage mit der Gateway-Variante.

Benötige ich eine neue Telefonanlage?

In der Regel hat man die Wahl zwischen einer IP-Telefonanlage oder einem Gateway (IP-/ISDN-Wandler), der die alte ISDN-Telefonanlage mit dem neuen All-IP-Anschluss verbindet.

In einigen Fällen reicht das Gateway als Übergangslösung aus, jedoch ist eine IP-Telefonanlage immer die bessere Wahl. Im Gegensatz zu einem Gateway ist sie zukunftsorientiert ausgestattet, ermöglicht eine moderne Infrastruktur, bietet zudem neue technische Anwendungsmöglichkeiten und Funktionen. Ein weiteres Argument für die IP-Telefonanlage ist die wesentlich bessere Integration in die IT-Landschaft. Während beim Einsatz von zusätzlichen Gateways zur Anbindung von alten ISDN-Systemen zusätzliche Fehlerquellen und mögliche Delays bei der Umwandlung von ISDN auf IP entstehen können.

Sollte dann wirklich der Ernstfall einer Störung eintreten, erschwert ein Gateway die Fehlersuche und verzögert unter Umständen die Fehlerbeseitigung und sorgt so für hohe Kosten.

In der Praxis haben sich zudem die oft unklaren Zuständigkeiten zwischen Provider und Telefonanlagenanbieter als zusätzliche unerwünschte Nebeneffekte gezeigt.

Eine IP-Telefonanlage ist also immer die bessere Alternative, da diese eben ohne Gateway direkt am IP-Anschluss betrieben werden kann. Die meisten IP-Telefonanlagen bieten nicht nur ausgereifte Kommunikationsfunktionen, sondern lassen sich auch problemlos skalieren und an zukünftige Anforderungen anpassen, ohne an Zuverlässigkeit einzubüßen.

Anschaltung von Sonderlösungen

Spezialisierte Dienste mit entsprechenden Endgeräten nutzen eine Vielzahl von Anschluss- und Übertragungsarten. Deshalb muss im Einzelfall geprüft werden, ob und gegebenenfalls wie sich solche Geräte am IP-Anschluss weiter nutzen lassen.

Hausnotrufsysteme können am IP-Anschluss weitergenutzt werden, sofern sie über eine LAN-Schnittstelle angebunden sind.

Alarm- oder Brandmeldeanlagen können am IP-Anschluss weiter betrieben werden, wenn sie sich über LAN/WAN an die jeweilige Servicezentrale anbinden lassen. In jedem Fall sollten sich betroffene Kunden von ihrem Systemanbieter oder dem Notruf- oder Serviceleitstellenanbieter beraten lassen.

Electronic-Cash-Terminals können ebenso am IP-Anschluss weiter benutzt werden, wenn sie über LAN/ WLAN angebunden sind. Auch hier steht Ihnen der jeweilige Anbieter beratend zur Seite.

ISDN-basierte Aufzugnotrufsysteme sollten durch eine mobilfunkbasierte Lösung ersetzt werden. Alle großen Hersteller haben solche Lösungen bereits im Angebot. Aktuell kein Handlungsbedarf besteht bei Aufzugnotrufsystemen, die unmittelbar an einen rein analogen Anschluss (a/b) angebunden sind.

Sie haben Fragen?

Wir helfen Ihnen weiter!

Folgende Fragen werden von Experten beantwortet:

  • ISDN Abschaltung / Wechsel auf All-IP-Telefonie – worum geht es?
  • Welche Gründe hat dieser umwälzende Technologiewechsel?
  • Wo liegen die Vorteile der neuen IP-Telefonie?
  • Was genau bedeutet dies für mein Unternehmen?
  • Welche Fehler sollte man vermeiden?
  • Was ist mit meiner vorhandenen Telekommunikationsanlage?
  • Wie sieht der sanfte Umstieg in der Praxis aus?

Sie erhalten darüber hinaus:

  • Klare und individuelle Anleitungen bzw. Vorschläge für den nahtlosen Übergang von ISDN auf All-IP.
  • Nützliche Checklisten, die einen sanften Wechsel sicherstellen.
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  • Möglichkeiten der Kostensenkung im Rahmen der Umstellung auf All-IP.

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